UN­ES­CO Biosphären­reser­vat Schorfheide-Chorin

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UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Hoher Steinweg 5-6
16278 Angermünde

Beschreibung

Das UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist mit 1.291 Quadratkilometern Fläche die zweitgrößte der Brandenburger Nationalen Naturlandschaften. Es liegt etwa 75 Kilometer nordöstlich von Berlin zwischen den Städten Angermünde, Templin, Eberswalde und Prenzlau. Über 240 Seen und Tausende von Kesselmooren, Feldsöllen und Kleinseen sind eiszeitliche Hinterlassenschaften in der zur Hälfte mit Wald bedeckten Landschaft.

Die größten zusammenhängenden Buchenwälder Mitteleuropas wachsen hier und sind mit ihrem Reichtum an Waldseen und Mooren eine natürliche Besonderheit. Mit seinen Artenvorkommen ist das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ein „Hotspot“ der Biodiversität in Deutschland. Die Vielfalt der unterschiedlichen Lebensraumtypen auf engstem Raum bietet zahlreichen geschützten Arten, die auch international auf den Roten Listen stehen, ihren Lebensraum. Biber und Fischotter kommen im gesamten Biosphärenreservat vor. Abends in der Dämmerung sind die lautlosen Flatterer beim Jagen zu beobachten: Bechsteinfledermaus, das Große Mausohr, die Teichfledermaus, der Kleine Abendsegler und die Mopsfledermaus sind Arten, die beim „Who is who?“ der Fledermäuse sozusagen auf der Prominentenliste stehen. Beeindruckend ist auch die Liste der seltenen und gefährdeten Vogelarten, die im Gebiet vorkommen, von der Großen und Kleinen Rohrdommel, über Schwarzstorch, Korn- und Wiesenweihe, Wiedehopf, Uhu, Wanderfalke und Wachtelkönig, Blaukehlchen, Raubwürger und Wendehals, bis zu Ziegenmelker und Zwergschnäpper. Insgesamt wurden 240 verschiedene Vogelarten im Gebiet gezählt. Über 300 Kranichbrutpaare zeigen an, dass das Biosphärenreservat eine der am dichtesten besiedelten Brutregionen dieser Art in Mitteleuropa ist.

Die Reihe der „prominenten“ Namen lässt sich bei den Lurchen und Kriechtieren nahtlos fortsetzen: Im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin finden sich die letzten Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte in Deutschland, zu nennen sind weiterhin Kreuzotter, Rotbauchunke, Laubfrosch und Kammolch.

Berühmt ist das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin aber auch für fast unbegrenzte Wander- und zahlreiche attraktive Bademöglichkeiten, für alte Städte und Dörfer mit Alleen und Feldsteinbauten und Kulturdenkmäler vom Range des Klosters Chorin. Drei große, miteinander verbundene und kombinierbare Rundwanderwege erschließen das Biosphärenreservat.

Der 115 Kilometer lange „Uckermärkische Rundweg“ im Norden von Angermünde nach Templin führt durch das vielgestaltige uckermärkische Hügelland, in dem sich Felder, Wiesen, Wald und Seen immer wieder zu neuen Bildern verweben. Der 66 Kilometer lange „Schorfheide-Rundweg“ durchquert das große Waldgebiet im Südwesten des Schutzgebiets und lässt herrliche Ausblicke auf den Werbellin- und Grimnitzsee zu. Der 60 Kilometer lange „Choriner Rundweg“ schlängelt sich im Südosten durch den Choriner Endmoränenbogen, führt durch Wälder, an Seen und Mooren vorbei und schließlich am Parsteiner See entlang bis ins Tal der Oder.

Viele Seen laden zu einem erfrischenden Bad im glasklaren Wasser. Zu empfehlen sind die Naturbadestelle am Grimnitzsee, der Lübbesee bei Templin und der Oberuckersee südlich von Prenzlau, zudem der größte und mit der sauberste See im Biosphärenreservat, der Parsteiner See. Attraktiv sind außerdem der Werbellinsee mit der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte und der Große Peetzigsee.

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist eine führende Ökolandbau-Region in Deutschland. Vorzeige-Objekt für die nachhaltige Landnutzung ist das „Ökodorf“ Brodowin, idyllisch gelegen zwischen sieben Seen und allemal den Besuch wert.

Für das Hauptinformationszentrum des Biosphärenreservats, die Blumberger Mühle, sollte man einen eigenen Besuchstag einplanen. Das einem Baumstamm nachempfundene Gebäude liegt am Teichgebiet der Blumberger Mühle. Draußen wie drinnen gibt es viele Erlebnismöglichkeiten. Über schwankende Moorwege und Holzbrücken gelangt der Besucher in eine üppige Landschaft, die im Frühjahr der große Konzertsaal der Unken und Frösche wird. Aus Weidenhütten heraus sind hervorragend Wasservögel zu beobachten. Ein großer Spielplatz, Picknickmöglichkeiten im Freien, ein Restaurant mit regionalen Produkten und ein Laden komplettieren das Angebot.

Karte

Öffnungszeiten

Für den Zeitraum: 01. April - 31. Oktober
Montag09:00 - 18:00 Uhr
Dienstag09:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch09:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag09:00 - 18:00 Uhr
Freitag09:00 - 18:00 Uhr
Samstag09:00 - 18:00 Uhr
Sonntag/Feiertag09:00 - 18:00 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:

Für den Zeitraum: 01. November - 31. März
Montag10:00 - 16:00 Uhr
Dienstag10:00 - 16:00 Uhr
Mittwoch10:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag10:00 - 16:00 Uhr
Freitag10:00 - 16:00 Uhr
Samstag10:00 - 16:00 Uhr
Sonntag/Feiertag10:00 - 16:00 Uhr