Franziskanerkloster

Wer sich auf eine Entdeckungstour durch die historische Altstadt von Angermünde begibt, wird spannende und historische Sehenswürdigkeiten finden. Neben der weithin sichtbaren St. Marienkirche ist das Franziskanerkloster einer der Höhepunkte eines Stadtrundgangs. Schlendern Sie entlang der gut erhaltenen Stadtmauer, erreichen Sie den Klosterplatz mit der imposanten Klosterkirche. Sie ist der guterhaltene Bestandteil des einstigen Klosters.

Eine über 750 Jahre alte Geschichte

Erbaut und erweitert in den Jahren 1240 bis 1450, hat das Kloster in Angermünde eine bewegte und ereignisreiche Geschichte aufzuweisen. Die mächtigen Mauern sind Zeitzeugen dunkler und hoffnungsvoller Zeiten – sie beherbergten Ordensbrüder des Franziskanerkonvents, waren den Beginnen, einer christlichen Frauengemeinschaft, sowie den Hugenotten ein schützendes zu Hause und wurden über die Jahrhunderte auch als Magazin des Militärs, als Gefangenenlager und Garage genutzt.

Das alte Ketzer-Angermünde

Die Franziskaner, die sich dem Dienst am Menschen verschrieben hatten, füllten die Klosteranlage im 13. bis 15. Jahrhundert mit Leben. Sie widmeten sich der Missions- und Predigerarbeit, der Seelsorge, sowie den Kranken und Armen. Dabei lebten sie vor allem von den Einnahmen der Klosterbrauerei und den Spenden der Angermünder. Ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte der Ordensbrüder ist der Tod von 14 Waldensern, die im Jahr 1336 ihr Leben auf dem Scheiterhaufen ließen. Seit dem trägt die Stadt den Beinamen „Ketzer-Angermünde“.

Historische Baukunst

Über die Jahrhunderte führten Brände und Umbauten zu massiven Schäden, sodass von der ursprünglichen Klosteranlage, die sich bis zur Stadtmauer ausbreitete, nur noch die heutige Klosterkirche übrig blieb. Mit den beeindruckenden Maßen von 30 Metern Höhe, 18 Metern Breite sowie 56 Metern Länge spiegelt sie jedoch heute noch die sehenswerte Architektur früherer Epochen wieder.

Aufwendige Sanierungsarbeiten

Noch heute sind die aus der Gründerzeit stammenden Wandmalereien und die reichlich verzierten Gewölbe zu bestaunen. Nach aufwendigen und umfassenden Sanierungsarbeiten kann man die zweischiffige Hallenkirche, die durch den seltenen Backsteinlettner (Trennmauer) in der Mitte geteilt ist, wieder besichtigen.

Der Angermünder Klostersommer

Wechselnde Ausstellungen und eine Vielzahl von Veranstaltungen, im Bereich Theater und Musik, finden in dem Kloster eine einmalige Bühne, die auch Sie in ihren Bann ziehen wird. In der Theater-Stadtführung „Aben(d)teuerliches Ketzer-Angermünde“ wird die Historie dieser ganz besonderen Sehenswürdigkeit für jeden Interessierten wieder ein Stück lebendig.

Im Sommer ist das Franziskaner Kloster geöffnet und kann ebenso während der Stadtführungen besichtigt werden.


Öffnungszeiten:
Mai bis September
Montag bis Freitag 10.00 bis 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, feiertags 13.00 bis 17.00 Uhr


Stadt Angermünde
Markt 24
16278 Angermünde
Tel: 03331/ 260093
www.angermuende.de


Führungen & Kartenverkäufe

Tourismusverein Angermünde e.V.
Brüderstraße 20
16278 Angermünde
Tel: 03331/ 297660
www.angermuende-tourismus.de

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